Wasser
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Wasser, das weiß jeder, ist zum Überleben unerlässlich. Wasser ist aber nicht überall auf der Erde gleich viel vorhanden. Während man in vielen Ländern einfach nur den Wasserhahn aufdrehen muss, um etwas zu trinken, zu duschen oder die Blumen zu tränken, leben viele Menschen dieser Welt ohne Zugang zu Wasser. Sie müssen entweder verschmutztes Wasser trinken, oder sich mit vielen verschiedenen Menschen einen Brunnen, einen Fluss oder eine Quelle teilen.
Verschmutztes Wasser macht die Menschen krank. Wassermangel führt oft zu Hungerkrisen. Ohne Wasser können Bauern kein Gemüse anbauen und ihre Tiere nicht füttern.
Kriege um Wasser zwischen Staaten gab es bis heute nicht (Konflikte zunehmend) und sind eher unwahrscheinlich. Kriegerische Auseinandersetzungen auf substaatlicher Ebene, also innerhalb eines Landes hingegen schon. In Kenia hat der Großteil der Menschen auf dem Land (52 Prozent der ländlichen Bevölkerung) und auch ein Teil der Menschen, die innerhalb von Städten wohnen (30 Prozent der städtischen Bevölkerung) keinen Zugang zu sauberem Wasser. Hinzu kommen von Jahr zu Jahr länger werdende Trockenzeiten und Dürreperioden. Menschen müssen oft halbtägige Fußmärsche von bis zu 40 Kilometern auf sich nehmen, um bis zur nächsten Trinkwasserstelle zu gelangen. In Dürreperioden versiegen viele Brunnen. Dort wo besonders wenig Wasser vorhanden ist, drängen sich viele Menschen und Tiere um fast ausgetrocknete Wasserlöcher.
Diese Situation hat im Jahr 2005 zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der ethnischen Gruppen der Kikuyu und den Massai in Ostafrika geführt.
Die Massai sind ein Hirtenvolk, das traditionell mit seinen Rindern auf der Suche nach Wasser und Weidegrund umherzieht; die Kikuyu sind Siedler, also sesshaft.
Die Massai, die traditionell mit der Regenzeit ziehen, blieben aufgrund von länger anhaltenden Dürreperioden länger in von Kikuyu besiedelten Gebieten. Es kam zu Verteilungsstreitigkeiten um die Frage, wer das Recht habe, das Land zu bewirtschaften und das Wasser zu nutzen. Ergebnis des Konflikts waren unzählige Tote auf beiden Seiten.
Auch in Bolivien kam es wegen Wasser zu Streitigkeiten.
Schuld daran war eine Initiative der Weltbank. Diese kann Ländern Schulden erlassen. Eben das stellte sie der Regierung Boliviens in Aussicht. Die Bedingung war allerdings, dass sie die Wasservorräte in private Hände gäben, d.h. an ein Unternehmen verkaufen.
2000 war ein Deal mit Bechtel Corporation geschlossen. 40 Jahre sollte diese Firma die Trinkwasserversorgung in einer bestimmten Region regeln. Die Preise für die Wasserversorgung stiegen jedoch dramatisch an.
Daraufhin beschlossen viele Menschen auf die Straße zu gehen und für ihr Grundrecht auf Wasser zu demonstrieren. Sie forderten, dass das Abkommen zwischen Regierung und Bechtel Corporation wieder zu revidieren sei. Die Regierung antwortete mit großer Brutalität und einige Demonstrierende starben.

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Zivile Konfliktbearbeitung
Konflikte um Wasser können bewältigt werden, wenn alle, die von einer Wasserquelle abhängig sind, auch Zugang dazu bekommen. In trockenen Regionen kann der Bau von zusätzlichen Brunnen Abhilfe verschaffen.
In Bolivien gründeten sich Vereinigungen, welche Konzepte entwickelten, wie das Wasser von den BewohnerInnen selbst verwaltet werden kann. Als die Regierung aufgrund der Hartnäckigkeit und Standfestigkeit der Demonstrierenden das Abkommen mit Bechtel aufgegeben hat, konnten die geplanten Konzepte der BürgerInnen zum Tragen kommen. Nun fließt in der betreffenden Region Wasser, das sich alle leisten können.





