Auf dem Weg zu einem gerechten Frieden?
Studientag an der Evangelischen Akademie im Rheinland
Vom Aktionsplan für Zivile Krisenprävention zur vernetzten Sicherheit - Welchen friedensethischen Maßstäben folgt die deutsche Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik?
Mit Antritt der schwarz-gelben Bundesregierung ist erneut Verwirrung über die Ausrichtung der deutschen Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik entstanden. Das Konzept der vernetzten Sicherheit, wie es das Weißbuch des Bundesverteidigungsministeriums 2006 erstmalig vorstellte und das heute als staatlich orientiertes Leitbild gilt, ist mehrdeutig und je nach politischer Interessenlage interpretierbar. Es überlagert das Anliegen des bereits 2004 verabschiedeten Aktionsplans Zivile Krisenprävention der Bundesregierung. Dieser Aktionsplan stimmt in der politischen Perspektive mit dem friedensethischen Leitbild vom gerechten Frieden überein, wie die Kirchen es verabschiedet haben. Er legt den Schwerpunkt der deutschen Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik auf nicht-militärische Maßnahmen des Staates unter Beteiligung der Zivilgesellschaft.
Bei diesem Studientag geht es darum, einerseits vorhandene Widersprüche staatlicher sicherheitspolitischer Konzeptionen aufzudecken und die politisch Handelnden an den Wechsel hin zum Leitbild der zivilen Bearbeitung von Konflikten zu erinnern. Andererseits soll diskutiert werden, wie die kirchliche Friedensethik ausgestaltet werden muss, um angesichts der aktuellen Anforderungen als Leitbild auch für konkretes politisches Handeln dienen zu können. Dadurch können die Kirchen eine konstruktive Rolle bei politischen Debatten zur Friedens- und Sicherheitspolitik spielen.
Termin: 10.10.2011 (All day)Anmeldekontakt: Thorgit Stephan Mo. – Fr. 8.30 – 12.30 Uhr Tel.: +49/(0)228/9523-205, Tagungsnummer: 39/2011. Bitte bei der Anmeldung angeben.Kosten: Tagungskosten inklusive Verpflegung: 20,00 EuroZur Tagung 39/2011




