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UN-Dekade

Die Kunst der Konfliktbearbeitung

Datum: 
Samstag, 5 November, 2011 - 08:00 - Samstag, 24 März, 2012 - 23:00

Berufsbegleitende Weiterbildung des ICP in Bern

Konfliktbearbeitung und Mediation erhalten im Zeitalter der Globalisierung eine immer wichtigere Bedeutung: sowohl in der Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung als auch im Alltag. Diese Weiterbildung leistet einen wichtigen Beitrag an die Entwicklung und Förderung entsprechender Kompetenzen. Das gelehrte Verfahren verbindet systemische, kulturhermeneutische, gruppenanalytische, gestaltpädagogische und weitere Ansätze. Es legt die Grundlage für die Transformation der Verhaltensweisen und Strategien sowie von Haltungen und Annahmen. Darüber hinaus dient das Verfahren der Transzendierung von scheinbar inkompatiblen Zielen und Widersprüchen.

 

Lerninhalt

Der Lehrgang befähigt die Teilnehmenden komplexe Konfliktkonstellationen und deren soziale, kulturelle und nicht bewusste Dimensionen zu analysieren sowie Optionen für eine kreative und konstruktive Bearbeitung von Konflikten zu entwickeln. Das in der Weiterbildung vermittelte Verfahren für Konflikttransformation und Versöhnung beruht auf den Grundlagen des TRANSCEND-Verfahrens nach Johan Galtung, welches durch weitere wissenschaftliche Theorien und Methoden ergänzt wurde. Seit einigen Jahren wird es in konkreten komplexen Konfliktkonstellationen erprobt und weiterentwickelt. Die TeilnehmerInnen lernen ebenfalls das klassische Verfahren der Mediation kennen und bearbeiten während der Ausbildung einen realen von ihnen selbst gewählten Konfliktfall.

 

Lernziele

Die Teilnehmenden kennen ein breites Spektrum von Interventionsmethoden, die geeignet sind, Gewalt in der Konfliktaustragung abzubauen und können diese praktisch umsetzen; verfügen über vertiefte Fertigkeiten, um Konflikte unterschiedlicher Komplexität zu analysieren und an kreativen Lösungsmöglichkeiten zu arbeiten; setzen Schrittfolgen der Konflikttransformation selbstständig um und verfügen über Schlüsselkompetenzen zur Bearbeitung komplexer Konfliktfälle; kennen ergänzende, nicht rein kognitive Methoden der Konfliktbearbeitung, um emotionale, oft auch nicht bewusste Dimensionen von Konflikten zu verorten und diese bearbeitbar zu machen; verfügen über Erkenntnisse in der Praxis des Dialogs und in Methoden dialogischer Verfahren der Konfliktbearbeitung; kennen weitere Ansätze der Konfliktbearbeitung und die Förderung des Dialogs zwischen unterschiedlichen methodischen Verfahren; sind sensibilisiert für die nicht sichtbaren Dimensionen und Aspekte eines Konfliktes. Dazu gehören u.a. die Einbeziehung vergessener Konfliktparteien, die Berücksichtigung unsichtbarer Folgen von Gewalt und nicht zuletzt die Aufmerksamkeit für nonverbale Signale in Dialog- und Vermittlungsprozessen.

 

Weitere Informationen zum Programm, zu den Zulassungskritierien, Zertifikat und TrainerInnen.

Termin: 05.11.2011 (All day) - 24.03.2012 (All day)VeranstaltungsortOrt: BernReferenten: Richard Friedli, emeritierter Professor, Uni Fribourg, Tanja Mirabile, ICP, Pascal Gemperli, ICP (Studienleitung)Veranstalter: ICP - Das Institut für Konfliktbearbeitung und Friedensentwicklung; Universität BaselAnmeldekontakt: ICP, Schwanengasse 9, 3011 Bern, SchweizKosten: CHF 7800 - zuzüglich Unterkunft und Vollpension für 5-Tages-Module (ca. CHF 1700)Institut für Konfliktbearbeitung und Friedensentwicklung (ICP)Anmeldefrist: 10. Oktober 2011