"Die Lebenssituation der Oromo in Deutschland" (Vortrag von Joachim Berger und Solomon Benti)
Vor dem Hintergrund des politischen und sozialen Wandels am Horn von Afrika widmen sich Joachim Berger und Solomon Benti in ihrem Vortrag der Geschichte, der aktuellen Lebenssituation sowie den politischen/kulturellen Vereinigungen der Oromo hier in Deutschland und stellen abschließend auch ihre eigene Organisation, das Oromo Horn von Afrika Zentrum, sowie dessen Arbeit vor.
Die Oromo sind eine Volksgruppe, die in Äthiopien sowie im Norden Kenias lebt. In Äthiopien sind sie nach offiziellen Angaben mit rund 25,5 Millionen – 34,5 % der Gesamtbevölkerung – das zahlenmäßig größte Volk und verfügen über einen eigenen Bundesstaat Oromia. In Kenia leben über 200.000 Oromo, vorwiegend in der Ostregion. Seit der Besetzung ihres ursprünglichen Siedlungsraumes in den Jahren 1875 bis 1906 durch Kaiser Menelik II. und mit Unterstützung der damaligen europäischen Kolonialmächte wurde das Volk der Oromo bis in die 1990er Jahre hinein politisch wie kulturell unterdrückt, seiner Freiheit beraubt und daran gehindert, ein Leben gemäß der eigenen Traditionen zu führen. Durch Flucht und Vertreibung siedelten Oromo am ganzen Horn von Afrika.
Während der vergangenen Jahre waren es dann vor allem schwere Hungersnöte, durch die sich Angehörige des Oromo-Volkes dazu veranlasst sahen, in anderen Staaten, darunter auch Deutschland, Asyl zu beantragen.
Wie sieht die Lebenswelt der Oromo hier in Deutschland aus? Welche Oromo-Initiativen gibt es hierzulande? Wie wirkt sich die derzeitige Hungersnot am Horn von Afrika auf die Oromo-Bevölkerung aus? Ist Deutschland angesichts der verheerenden Situation dort bereit, vermehrt Flüchtlinge aus den betroffenen Gebieten aufzunehmen?
Parallel zum Vortrag wird eine kleine Ausstellung mit Bildtafeln zur Geschichte der Oromo in Deutschland zu sehen sein.
Nähere Infos zum Oromo Horn von Afrika Zentrum auf der folgenden Website: www.oromo-deutsch.de




