Filmabend "Makibefo" (GB 2001, Regie: Alexander Abela)
Verfilmung des Shakespeare-Dramas „Macbeth“. Alexander Abela und der dänische Toningenieur Jeppe Jungersen haben diesen Film ganz allein im Süden von Madagaskar mit Laiendarstellern von der Insel gedreht, weitgehend nach dem Originaltext und in einer asketischen, auf das wesentliche reduzierten Erzählweise.
Verfilmung des Shakespeare-Dramas „Macbeth“. Alexander Abela und der dänische Toningenieur Jeppe Jungersen haben diesen Film ganz allein im Süden von Madagaskar mit Laiendarstellern von der Insel gedreht, weitgehend nach dem Originaltext und in einer asketischen, auf das wesentliche reduzierten Erzählweise:
Hier ist es der Krieger Makibefo, dem ein Schamane das Königszeichen auf die Stirn malt und der deshalb und auf Drängen seiner Frau hin den großherzigen König Danikany erdolcht. Und da das Blut nun einmal an ihren Händen klebt, muss das Morden weitergehen, um verräterische Spuren und etwaige Zeugen zu entfernen.
Trotz oder gerade weil Filmemacher Abela bei seinem Langfilmdebüt nur ein geringes Budget und begrenzte technische Mittel zur Verfügung standen – er und sein Toningenieur bildeten die gesamte Filmcrew, die beeindruckenden Laiendarsteller rekrutierte er aus einer abgeschiedenen Siedlung der madagassischen Volksgruppe der Antandroy –, wirkt dieses Morden besonders effektvoll, besonders brutal und sinnlos: Zu sehen sind niedersausende Speere, zu hören der sanft-regelmäßige Wellenschlag des Meeres und dazu das Geräusch von Metall, das in Fleisch schneidet. Die kontrastreichen Bilder vereinzelter dunkler Körper vor der schier unendlichen weißen Weite dieses Fleckchens Erde „am Ende der Welt“ und die auf wenige elementare Laute – Atem, Tod, Wasser, Wind – sowie einige traditionelle Gesänge reduzierte Tonspur ergänzen sich auf kongeniale Weise; sie erzählen von der Einsamkeit des Menschen gegenüber seinem Schicksal, vor allem aber angesichts der eigenen Machtgier und Herrschsucht.




