Garnelenzucht vs. alternative Nutzungsformen – Fragen von Ernährungssouveränität in den Mangroven des Golfs von Guayaquil
Gerónimo Vera Hermenegildo (Ecuador), Präsident der Mangrovenfischervereinigung AUMCM, berichtet über den Schutz der Mangrovenwälder durch nachhaltige Sammelwirtschaft und die Konflikte mit der kommerziellen Garnelenzucht.
Mit einer Einführung von Stefan Dietrich (Schutzwaldverein).
Mangroven sind die produktivsten Ökosysteme der Welt, noch vor den tropischen Regenwäldern. Die natürlichen Ressourcen der Mangrovenwälder werden vor allem in Sammelwirtschaft von der alteingesessenen Bevölkerung genutzt. Der beständige Ausbau intensiver Garnelen-Zucht in Aquakultur verursacht dabei jedoch zunehmend Nutzungskonflikte.
Weltweit hat sich die Fläche der Mangroven in den letzten 30 Jahren um 20% verringert – das zeigt, dass ein neuer Dialog über die nachhaltige Nutzung der Mangrovenwälder nötig ist.
Gerónimo Vera ist Präsident der Asociación de Usuarios de Manglar de Cerrito de los Morreños (AUMCM), die seit 10 Jahren für den Schutz und die nachhaltige Bewirtschaftung der Mangroven eines inzwischen 10.800 ha umfassenden
Konzessionsgebietes im Golf von Guayaquil zuständig ist.
Ort: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin




